Pascal Wehrlein will Timo Glock nacheifern Foto: ADAC Formel Masters
Pascal Wehrlein will Timo Glock nacheifern Foto: ADAC Formel Masters

Das Zusammenspiel war perfekt

Im Interview zieht ADAC Formel Masters-Champion Pascal Wehrlein Bilanz, spricht über Lektionen und lässt durchblicken, was er für die nächste Saison plant.

Pascal, hast dein zweites Jahr im ADAC Formel Masters mit dem Titelgewinn beendet. Zufrieden?
Wehrlein: "Ja, denn ich bin ich mit dem Anspruch in die Saison gegangen, die Meisterschaft zu gewinnen. Mein Minimalziel war eine Top-Drei-Platzierung. Nach dem ersten Rennwochenende in Oschersleben wusste ich, dass ich ganz vorn mitmischen kann - von da an zählte für mich nur noch der Titel."

Welchen Eindruck hat die Serie auf dich gemacht?
"Das ADAC Formel Masters ist eine hervorragende Einstiegsserie in den Formelsport. Das ergibt sich nicht nur aus den sicheren Fahrzeugen. Auch das Umfeld ist sehr professionell und im international besetzten Teilnehmerfeld herrscht eine große Konkurrenz."

Was sind die wichtigsten Dinge, die du im ADAC Formel Masters gelernt hast?
"Als Kartaufsteiger war es für mich natürlich besonders wichtig, ein Formel-Fahrzeug zu verstehen, zu beherrschen und schnell fahren zu können. Außerdem habe ich gelernt, Rückschläge und Kritik wegzustecken und mit noch mehr Kampfgeist ins nächste Rennen zu gehen. Teamwork ist ebenfalls wichtig - das hat in meinem Team Mücke Motorsport durch das Zusammenspiel zwischen meinem Teamchef Peter Mücke, Ingenieur Michael Häntzschel und Mechaniker Fabian Kusch perfekt funktioniert. Neben der Strecke haben mich auch die vielen Workshops mit der Deutsche Post Speed Academy und der ADAC Stiftung Sport persönlich weitergebracht."

Was bedeutet es dir, auch 2012 dem Förderkader der ADAC Stiftung Sport anzugehören?
"Es hat mich riesig gefreut, als ich erfahren habe, dass ich ein weiteres Jahr unterstützt werde. Es macht mich stolz und beweist, dass sie mit meiner Leistung und unserer Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren zufrieden waren."

An welches Rennwochenende der abgelaufenen Saison denkst du besonders gerne zurück?
"Besonders positiv ist mir das dritte Rennen des Sachsenring-Wochenendes in Erinnerung geblieben. Dort startete ich von Platz 24 und kam auf P5 ins Ziel. Aber natürlich hatte ich auch in Zolder ein fantastisches Wochenende: Trainingsbestzeiten, Pole-Position und drei Siege waren die Zutaten zu einem perfekten Wochenende."

Es gibt doch sicher auch ein Rennwochenende, das du gern vergessen würdest.
"Klar. Weniger gerne denke ich an Spielberg zurück, als ich im ersten Rennen das Safety-Car ganz knapp zu früh überholte und anschließend eine 30-Sekunden-Zeitstrafe bekam. Im zweiten Rennen fuhr ich von Startplatz 15 auf P3, und das dritte Rennen habe ich gewonnen - doch die Sportkommissare nahmen mich aufgrund einer Kollision mit einem Konkurrenten aus der Wertung."

Du hast dir sicher schon Gedanken zur Saison 2012 gemacht. Nehmen diese auch schon Form an, wie etwa durch Testfahrten?
"Ich werde Mücke treu bleiben und auch 2012 für sie an den Start gehen. Wir haben bisher Formel 3 Euro Serie und GP3-Serie getestet. Die Tendenz zeigt in Richtung Formel 3 Euro Serie."

Welche Ziele steckst du dir für 2012?
"Ganz einfach: Ich versuche, eine so gute und fehlerfreie Saison wie möglich hinzulegen."

Saison 2014