Die Reaktionen der Nachwuchstalente des ADAC Formel Masters Foto: ADAC Formel Masters
Die Reaktionen der Nachwuchstalente des ADAC Formel Masters Foto: ADAC Formel Masters

Die Stimmen zum Samstag

Das beste Rennen meines Lebens

Die Reaktionen der Nachwuchstalente des ADAC Formel Masters nach zwei Rennen auf dem Sachsenring.

Mikkel Jensen (19, DEN, Neuhauser Racing), Sieger: "Nun ist mein Traum Realität geworden - ich bin Meister im ADAC Formel Masters. Als ich über die Ziellinie fuhr, hörte ich meinen Teamchef Hannes über Funk brüllen: We are the Champions! Das war ein unglaubliches Gefühl. Ich konnte das Rennen recht entspannt angehen. Da nur wenige Punkte zum Titelgewinn fehlten, war mir der Titel schon nach Lauf eins fast sicher. Unser Auto war heute einfach perfekt. Ich war fast 1,5 Sekunden schneller als meine Verfolger. Auch die Safety-Car-Phase und mein geschmolzener Vorsprung machten mich nicht nervös. Ich wusste, dass ich dem Feld sofort wieder davonziehen konnte. Nun ist es geschafft, die Saison aber noch nicht zu Ende. Da ich immer höhere Ziele anvisiere, möchte ich nun alle restlichen Rennen der Saison gewinnen."

Igor Walilko (17, POL, JBR Motorsport & Engineering), Zweiter: "Ich freue mich wahnsinnig über diesen Podestplatz - das war das beste Rennen meines Lebens. Ich hatte über die komplette letzte Runde ein breites Grinsen im Gesicht. Mein Rennen verlief perfekt. Es ist nicht einfach, im Nassen drei Positionen gutzumachen. Zu Beginn war es sehr schwierig, an Dennis Marschall vorbeizugehen. Ich war deutlich schneller, aber er hat gut verteidigt. Ich ging nicht volles Risiko, um nicht mit blockierenden Vorderrädern von der Strecke zu rutschen. Als ich ihn schließlich passiert hatte, konnte ich sofort mehrere Meter zwischen uns legen. Platz zwei schien zu diesem Zeitpunkt aber bereits außer Reichweite. Glücklicherweise verhalf mir die Safety-Car-Phase dazu, die Lücke zu Platz zwei zu schließen und dann zu überholen."

Tim Zimmermann (18, Langenargen, Neuhauser Racing), Dritter: "In der Anfangsphase des Rennens waren die Bedingungen recht schwierig. Ich ließ es ruhig angehen und beobachtete das Duell vor mir. Als die Sicht gut genug war, wagte ich den Angriff und ging nach vorne. Ich war über das gesamte Rennen schneller als Igor, wollte aber keine unnötigen Risiken eingehen. Ich visiere nun den zweiten Platz in der Gesamtwertung an und brauche dafür jeden Punkt. Besondere Glückwünsche an meinen Teamkollegen Mikkel zur Meisterschaft - ich freue mich wahnsinnig für ihn. Er hat das gesamte Jahr hart gearbeitet und ist ein super Fahrer. Ich hoffe, ich kann mit Platz zwei in der Meisterschaft nachlegen."

Maximilian Günther (16, Rettenberg, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): "Insgesamt hatte ich heute einen guten Tag. Speziell mit dem ersten Rennen bin ich sehr zufrieden. Startplatz acht war nicht die beste Ausgangslage, daher war Rang fünf das absolute Maximum. Auch im zweiten Rennen war ich auf dem Weg nach vorne. Leider habe ich es etwas übertrieben und in einer Kurve vier Plätze verloren. Am Ende reichte es immerhin für Rang acht und damit die Pole Position für das Rennen am Sonntag - also Glück im Unglück. Wenn die Witterungsbedingungen mitspielen, sollte ein sehr gutes Ergebnis möglich sein. "

Fabian Schiller (17, Troisdorf, Schiller Motorsport): "Es läuft im Moment leider nicht rund. Heute war ein schwieriger Tag - speziell im Regen. Ich hatte etwas Probleme mit dem Auto. Ich war wohl in der Anfangsphase nicht aggressiv genug und bekam dadurch die Reifen nicht richtig ans Arbeiten. Zudem war das Heck meines Autos etwas nervös. Wir werden nun bis morgen nach einer Lösung suchen, um mit einem guten Gefühl vom Sachsenring abzureisen."

Joel Eriksson (16, SWE, Lotus): "In der Anfangsphase des zweiten Rennens waren meine Reifen leider nicht perfekt. Dadurch verlor ich viel Zeit auf Mikkel Jensen. Sobald die Reifen richtig funktionierten, blieb unser Abstand konstant. Ich hatte genügend Vorsprung auf meine Verfolger und fuhr einem sicheren zweiten Platz entgegen. Leider machte mir das Safety Car einen Strich durch die Rechnung. Ich fiel auf Rang vier zurück und war machtlos. Nun hoffe ich für das dritte Rennen auf trockene Bedingungen, dann könnte es mit dem Sieg klappen."

Ralph Boschung (16, SUI, Lotus): "Leider läuft im Moment bei mir nicht viel zusammen. Das begann bereits im Training und setzte sich über die weiteren Sessions fort. Eigentlich war ich in diesem Jahr sehr stark im Regen, das konnte ich heute aber nicht zeigen. Wir haben einige Änderungen am Auto vorgenommen, die meinem Fahrstil leider nicht entgegenkommen. Nun habe ich etwas Probleme beim Bremsen und in den Kurven."

Giorgio Maggi (16, SUI, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): "Ich hatte einen sehr guten Start ins erste Rennen und konnte mit den Fahrern vor mir gut mithalten. Leider passierte mir dann ein Fehler beim Restart. Ich wollte etwas zu viel und drehte mich. Damit war das Rennen vorzeitig beendet. Im zweiten Rennen hat es glücklicherweise geregnet - das kommt meinem Fahrstil entgegen. Meine Zeiten waren gut und es wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Ich spekulierte auf die achte Position, um morgen von Pole zu starten. Leider wurde es am Ende Rang neun."

Kim Luis Schramm (16, Wolfsberg, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): "Im ersten Rennen konnte ich sofort vier Positionen gewinnen und hatte dann ein schönes Duell mit meinen Teamkollegen. Das wollte ich im zweiten Rennen wiederholen. Leider hatte ich technische Probleme und musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Der Speed meines Autos war im Regen aber vielversprechend. Somit rechne ich mir für das finale Rennen am Sonntag trotz der schwierigen Startposition noch einiges aus - vielleicht sogar einen Platz in den Top-Acht."

Saison 2014