Das zweite Rennen des ADAC Formel Masters bot Spannung Foto: ADAC Formel Masters
Das zweite Rennen des ADAC Formel Masters bot Spannung Foto: ADAC Formel Masters

Die Stimmen zum Samstag

Von Anfang bis Ende spannend

Die Nachwuchspiloten des ADAC Formel Masters erlebten in Hockenheim zwei spektakuläre Rennen mit zahlreichen Zweikämpfen.

Mikkel Jensen (19, DEN, Neuhauser Racing): "Ich bin überglücklich. Mit diesem Sieg hatte ich nicht mehr gerechnet. Meine Räder blockierten zu Beginn in Kurve zwei. Von diesem Moment an war das Auto sehr schwierig zu fahren und die Räder blockierten immer wieder. Ich musste die Bremsbalance nach hinten verstellen und sehr vorsichtig bremsen, um weiteres Blockieren der Räder zu verhindern. Besonders Spaß gemacht hat das Überholmanöver gegen Maximilian Günther in der letzten Kurve. Er rechnete dort nicht mit einem Angriff und ich nutzte meine Chance. Irgendwann wurde mir auf meiner Boxentafel angezeigt, dass ich pro Runde eine halbe Sekunde auf den Führenden gutmachte. Ich realisierte, dass der Sieg noch möglich war und gab alles, um Dennis Marschall noch zu überholen - mit Erfolg."

Dennis Marschall (18, Eggenstein, Lotus): "Meine Gefühlslage ist gemischt. Der zweite Platz ist ein sehr gutes Ergebnis, aber es ist schade, den Sieg auf der letzten Runde zu verlieren. Mikkel war heute deutlich schneller als ich und hat verdient gewonnen - Glückwunsch. Ich hatte zu Beginn des Rennens viel Glück, dass alle meine Konkurrenten in Zweikämpfe verwickelt waren und ich mich absetzen konnte. Allerdings passte bei den wärmeren Bedingungen mein Setup erneut nicht perfekt. Als Mikkel hinter mir frei fahren konnte, erkundigte ich mich via Funk sofort über seine Zeiten. Zunächst kam er nur langsam näher, doch sobald er in meinem Windschatten fuhr, wurde der Vorsprung rapide geringer. Schließlich musste ich ihn passieren lassen."

Joel Eriksson (16, SWE, Lotus): "Ich freue mich nach diesem verrückten Rennen sehr über Platz drei. Leider hing ich zu Beginn lange hinter einem Konkurrenten fest. Ich sah, wie Mikkel Jensen und Dennis Marschall an der Spitze immer weiter davonzogen. Als ich schließlich überholt hatte, konnte ich meinen eigenen Speed fahren und wieder zu den beiden Führenden aufholen. Als Mikkel schließlich Dennis überholt hatte, sah ich auch meine Chance. Leider dachte ich auf der letzten Runde, dass noch eine weitere zu fahren wäre. Ich nahm etwas Druck heraus, um Dennis auf der Parabolika im Windschatten zu überholen - und dann fiel die Zielflagge."

Kim Luis Schramm (16, Wolfsberg, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): "Das zweite Rennen war wirklich von Anfang bis Ende sehr aufregend. Teilweise fuhren wir zu viert oder fünft nebeneinander. Glücklicherweise hatten wir keinerlei Zwischenfälle oder Probleme. Ziel war von Anfang an, die achte Position zu erreichen, um die Pole für das dritte Rennen zu erzielen. Zwischenzeitlich hatte ich keine wirkliche Idee, ob ich dieser Position auch nur nahe war, weil so viele Zweikämpfe stattfanden. Letztlich hat es geklappt und ich bin der letzte Polesetter des ADAC Formel Masters. Hoffentlich werde ich morgen auch der letzte Sieger der Serie."

Fabian Schiller (17, Troisdorf, Schiller Motorsport): "Wie bereits im ersten Rennen machte ich am Start sofort einige Positionen gut. Leider fehlte uns erneut deutlich die Top-Speed im Verhältnis zur Konkurrenz. Wir wissen noch nicht, woran es liegt und suchen nach einer Lösung. Ich versuchte, die Fahrer hinter mir immer wieder im Kurvenzentrum auszubremsen, um mir einen kleinen Vorsprung für die Gerade zu verschaffen. Das funktionierte aber nur zu Beginn, irgendwann wurde ich auf der Parabolika von allen überholt und fiel weit zurück."

Marvin Dienst (17, Lampertheim, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): "Ich mit speziell mit dem zweiten Rennen sehr zufrieden. Zwischenzeitlich war ich bin auf Position 13 zurückgefallen und kämpfte mich dann wieder nach vorne. Dieses Rennen war sicher spannend für die Zuschauer und zählt nun auch zu meinen absoluten Favoriten. Die zahlreichen Zweikämpfe haben wirklich Spaß gemacht - teilweise fuhren wir ja mit sieben Autos zusammen die Parabolika hinunter. Wir haben uns alle den nötigen Platz gelassen, aber auch unsere Positionen verteidigt. Nun habe ich mit Startplatz drei für das finale Rennen eine gute Ausgangsposition und möchte um den Sieg kämpfen."

Saison 2014