Lucas Wolfs Vater ist nicht im Motorsport, sondern als Friseur erfolgreich Foto: Formel Masters
Lucas Wolfs Vater ist nicht im Motorsport, sondern als Friseur erfolgreich Foto: Formel Masters

Fakten zur Saison 2011

Von Weltmeister-Söhnen, Rennfahrer-Brüdern, Traumwagen und Haien

Am Osterwochenende beginnt in der Motorsport Arena Oschersleben die Saison 2011 des ADAC Formel Masters. Serie und Akteure warten mit interessanten Fakten auf.

Auf keiner anderen Rennstrecke trat das ADAC Formel Masters öfter an als in der Motorsport Arena Oschersleben. Bereits 14 Rennen in drei Jahren wurden hier bestritten, da die kurvige Strecke in den Vorjahren immer zweimal im Kalender stand. 2011 wird hingegen nur der Saisonauftakt in der Magdeburger Börde ausgefahren. Erfolgreichster Oschersleben-Starter: Mario Farnbacher (18, Lichtenau/ma-con) mit drei Siegen (Saisonfinale 2010).

Neben Mario Farnbacher kann nur ein einziger Fahrer des aktuellen Starterfeldes einen Sieg im ADAC Formel Masters aufweisen: Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin-Brandenburg) triumphierte 2010 auf dem hügeligen Mut-Kurs Sachsenring.

Erstmals kommt in diesem Jahr das Punktesystem der Formel 1 im ADAC Formel Masters zum Einsatz. Die Top Ten bekommen ihre Zähler nun nach dem Schema 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1 zugeteilt.

Eine gute Punkteausbeute lohnt sich auch finanziell: Insgesamt 100.000 Euro an Preisgeldern werden 2011 ausgelobt.

Gleich vier Piloten des ADAC Formel Masters werden von der ADAC Stiftung Sport gefördert: Mario Farnbacher (18, Lichtenau/ma-con), Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin-Brandenburg) gehen bereits in ihr zweites Förder-Jahr der Talentschmiede, Jason Kremer (16, Bonn/Mücke Motorsport) und Niklas Brinkmann (17, Neuenrade/Krafft Walzen) sind Kartaufsteiger.

Schnelle Geschwister haben Maximilian Buhk (18, Dassendorf/KUG Motorsport) und Mario Farnbacher (18, Lichtenau/ma-con). Lucas Buhk startet beim ADAC Masters Weekend in der ADAC PROCAR-Serie, Ferrari-Pilot Dominik Farnbacher tritt im familieneigenen Team im ADAC GT Masters an.

PS-erfahrene Verwandtschaft kann auch Serienneuling Dennis Lind vorweisen. Der 18 Jahre alte Däne vom Team ma-con ist der Neffe des ehemaligen Formel-1-Piloten Jan Magnussen und der Cousin von dessen Sohn Kevin, der 2008 im ADAC Formel Masters unterwegs war.

Der 16 Jahre alte dänische Formel-Ford-Vizemeister Kean Kristensen (Motopark) ist hingegen nicht verwandt mit Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen. Einen gleichermaßen prominenten wie versierten Mentor hat er dennoch: Tourenwagen-Ass Casper Elgaard gibt dem aufstrebenden Talent wichtige Tipps in seiner Debütsaison im ADAC Formel Masters.

Der Vater von Lucas Wolf (16, Mörlenbach/URD Rennsport) ist mehrfacher Welt-, Europa- und Deutscher Meister – bei Titelkämpfen der Friseure.

"Ein Hai ist schnell und gefährlich - und so soll man uns zukünftig auch auf der Rennstrecke erleben", erklärt Teamchef Andreas Hainke den Namen seines neu gegründeten Rennstalls HAITECH Racing. Die Mannschaft aus Mayen am Nürburgring will in ihrer Debütsaison mit dem schweizerisch-österreichischen Duo Jeffrey Schmidt und Marc Coleselli (beide 17) mehr als nur Achtungserfolge erzielen.

Jüngster Fahrer des 2011er-Jahrgangs des ADAC Formel Masters ist Gustav Malja (geb. 4.11.1995 in Göteborg). Der Kartaufsteiger vom Team Neuhauser Racing ist auch der erste Schwede, der in der Serie antritt.

Drei weitere Nationen feiern Premiere im ADAC Formel Masters: Erstmals vertreten sind die Länder Russland durch Artem Markelov (Motopark), Ungarn durch Mark Kiralykuti und Israel durch Roy Nissany (beide Mücke Motorsport), Der Name Nissany mag dem einen oder anderen Motorsport-Fan bekannt vorkommen: Roys Vater Channoch war 2005 Testfahrer beim Formel-1-Rennstall Minardi.

Gerade 16 Jahre alt geworden ist Hubertus-Carlos Vier und damit noch zu jung, um einen Auto-Führerschein zu machen, aber einen Traumwagen hat er sich schon ausgeguckt: einen Ford Mustang, heiß gemacht von Motorsport- und Tuning-Legende Carroll Shelby.

Ein Dauer(b)renner im ADAC Formel Masters ist Toni Koitsch. Der 23 Jahre alte Sachse aus Döbeln bestreitet seine dritte Saison in der Nachwuchsserie. Interessant: Er wechselte als Titelträger einer ostdeutschen Formel-Oldtimerserie ins Cockpit des modernen Formel ADAC powered by Volkswagen. Und: Er hat keine Scheu, mit der Startnummer 13 anzutreten.

Während das ADAC Formel Masters fahrerseitig mit Teilnehmern aus zehn Nationen einmal mehr multikulturell ist, dominiert bei den Teams Schwarz-Rot-Gold. Einzige nicht deutsche Mannschaft ist Neuhauser Racing aus Österreich. Teamchef ist der erst 26 Jahre alte Hannes Neuhauser, der bis 2007 noch selbst Rennen fuhr (u.a. ATS Formel-3-Cup, Formel 3 Euro Serie, Porsche Super- und Carrera-Cup).

Erstmals werden Rennen des ADAC Formel Masters in kompletter Länge als Livestream im Internet gezeigt - und zwar die Läufe in Oschersleben, auf dem Sachsenring, in Zolder (B), auf dem Red Bull Ring (A) und beim Finale in Hockenheim. Zu erreichen ist dieser Service über www.adac-formel-masters.de

Nicht weniger als sieben ehemalige ADAC Formel Masters-Piloten starten 2011 in der nächsthöheren Klasse des ADAC Masters Weekends, dem ATS Formel-3-Cup. Daniel Abt, der Champion des Jahres 2009, ist die Karriereleiter sogar schon eine Stufe höher geklettert. Der 18-jährige Kemptener misst sich in diesem Jahr in der Formel 3 Euro Serie und der FIA F3 International Trophy. Der Österreicher Dominik Baumann ist dem ADAC Masters Weekend treu geblieben, allerdings wechselt er nach zwei Jahren im ADAC Formel Masters ins ADAC GT Masters.

Saison 2014