Igor Walilko fuhr auf dem Sachsenring gleich zweimal auf das Podium Foto: ADAC Formel Masters
Igor Walilko fuhr auf dem Sachsenring gleich zweimal auf das Podium Foto: ADAC Formel Masters

JBR: Bestes Rennwochenende der Geschichte

Walilko einer der großen Gewinner

Für JBR Motorsport & Engineering hätte das Heimspiel auf dem Sachsenring kaum erfolgreicher laufen können. Größter Erfolg in der Geschichte des jungen Teams

Igor Walilko war einer der großen Gewinner des Rennwochenendes auf dem Sachsenring. Nach Platz 4 im ersten Rennen bescherte der schnelle Pole seinem Team JBR Motorsport & Engineering bei dessen Heimspiel die erste Podestplatzierung in der Geschichte des ADAC Formel Masters. Für Walilko war es ebenfalls der erste Podiumsplatz. Der 17-Jährige ging nach dem guten Qualifying vom Freitag erneut von Position 5 ins Rennen 2 und verbesserte sich nach dem Start hinter dem Safety Car auf die vierte Position. In der Folge nahm er die Verfolgung von Dennis Marschall auf. Nach einem rundenlangen Duell setzte sich Walilko mit einem geschickten Überholmanöver im sechsten Umlauf gegen den Lotus-Rookie durch.

Walilko ließ nicht locker und profitierte von einer weiteren Safety-Car-Phase, ausgelöst durch eine Kollision zwischen Nico Menzel und Kim Luis Schramm. Beim Re-Start in der zehnten Runde überholte Walilko den zu diesem Zeitpunkt Zweitplatzierten Joel Eriksson in der ersten Kurve und hielt diese Position bis zum Überqueren der Zielflagge. Walilko: "Ich freue mich wahnsinnig über diesen Podestplatz - das war das beste Rennen meines Lebens. Ich hatte über die komplette letzte Runde ein breites Grinsen im Gesicht. Mein Rennen verlief perfekt. Es ist nicht einfach, im Nassen drei Positionen gutzumachen."

Beim dritten Rennen am Sonntag glänzte Igor Walilko erneut. Von Platz 7 aus gestartet überholte er auf regennasser Fahrbahn gleich vier Kontrahenten und sicherte sich am Ende mit Platz 3 eine weitere Podiumsplatzierung. Mit mehr als 40 Punkten konnte der junge Pole damit sein bisher erfolgreichstes Rennwochenende in der diesjährigen ADAC Formel Masters Saison verbuchen. Die insgesamt zweitschnellste Rundenzeit in Rennen 2 und 3 unterstreicht erneut das Potential von David Kolkmann. Wie schon zuletzt blieb der 17-jährige Rennfahrer aber auch dieses Mal trotz hervorragender Leistungen unbelohnt. Technische Probleme im Qualifying kosteten ihn eine gute Ausgangspositionen für die Rennen.

Kolkmann: "Mein drittes Rennen startete heute sehr gut. Als das Safety Car abbog, überholte ich in der ersten Kurve direkt einen Konkurrenten. Zum Ende der Runde gewann ich nochmals eine Position und konnte fortan Zeit auf meinen Vordermann gutmachen. Mein bestes Saisonergebnis war zum Greifen nahe. Leider rutschte ich aber in der letzten Runde ins Kiesbett. Positiv ist, dass wir uns in allen Belangen gesteigert haben, was auch die zweitschnellste Runde in diesem Rennen beweist."

Jörn Becker über Kolkmanns Leistungen auf dem Sachsenring: "David wurde hier deutlich unter Wert geschlagen - bedingt durch technische Probleme im Qualifying. Er hatte zu jeder Phase eindeutig den Speed für die Top 5. Im Regen war er hinter dem neuen Meister Mikkel Jensen sogar der zweitschnellste Pilot. Ich bin mir aber sicher, dass David beim Finale in Hockenheim für seine harte Arbeit und Fortschritte der vergangenen Monate belohnt wird."

Das Fazit von Team-Chef Frank Jelinski kurz vor dem Saisonabschluss: "Wir haben uns in unserer erst zweiten Saison im deutschen Motorsport-Nachwuchsbereich sicherlich bereits erfolgreich etablieren können. Im der ADAC Formel Masters konnten wir die Lücke zu den etablierten Teams in der zweiten Saisonhälfte schließen. Man findet uns nun regelmäßig in den Top-Sechs. Der erste Podestplatz konnte nun eingefahren werden. Unser nächstes Ziel ist nun natürlich ein erster Sieg."

Quelle: Team

Saison 2014