Starke Leistung von Dennis Marschall beim Saisonabschluss in Hockenheim Foto: ADAC Formel Masters
Starke Leistung von Dennis Marschall beim Saisonabschluss in Hockenheim Foto: ADAC Formel Masters

Lotus: Siegesserie zum Abschied

Superwochenende für Dennis Marschall

Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring trumpfte ADAC Stiftung Sport Förderpilot Dennis Marschall ganz groß auf. Guter Abschluss für Team Lotus.

Beim letzten Wochenende des ADAC Formel Masters verabschiedete sich Lotus mit einer eindrucksvollen Vorstellung von Dennis Marschall. Marschall hätte alle drei Rennen gewinnen können. Nachdem es in der Qualifikation nur zum vierten Startplatz gereicht hatte, stellte der Badener gemeinsam mit dem Lotus-Juniorteam von Timo Rumpfkeil die Abstimmung des Autos komplett um. Das Resultat war ein spektakulär erkämpfter Sieg in Lauf 1. Das entscheidende Manöver konnte Marschall erst in der letzten Runde exerzieren - nachdem er den lange führenden Vordermann das gesamte Rennen hinweg gescheucht und ihm eingeheizt hatte.

Eine neuerliche Setup-Änderung zum zweiten Rennen bescherte ihm dort eine klare Führung - bis er sich in der letzten Runde doch noch abfangen ließ und mit Rang 2 begnügen musste. Die Enttäuschung darüber machte er im dritten Durchgang mit einem neuerlichen Sieg wieder wett. "Ich hatte gehofft, am Finalwochenende noch mal ein Highlight setzen zu können", strahlte der Badener. "Das ist mir gelungen. Wir haben einige Male an der Abstimmung des Autos getüftelt, um es vor allem über die Renndistanz hinweg stärker zu machen. Am Samstag war das Auto von den ersten Metern an besser zu fahren als in der Qualifikation zuvor. Bei meinem zweiten Sieg kam es erst im Laufe der Distanz zu mir - war dafür aber am Ende absolut perfekt."

Joel Eriksson schrammte im ersten Lauf noch knapp am Podium vorbei, sicherte sich aber im zweiten Durchgang als Drittplatzierter noch einen Podestplatz zum Abschluss. Im dritten Lauf wurde der Schwede Fünfter.

Ralph Boschung kam in Lauf 1 als Sechster ins Ziel. Im zweiten Rennen wurde er wegen einer Durchfahrtstrafe an den Schwanz des Feldes zurückgeworfen. Im Finallauf landete er in der zweiten Runde mit unglücklicher Präzision im Heck seines Teamkollegen Luis-Enrique Breuer - der seinerseits deswegen auf den zehnten Platz zurückfiel.

Zuvor hatte der Berliner allerdings das beste Rennen seiner Karriere gefahren: Nach einem turbulenten ersten Lauf, den er nach zahlreichen Zweikämpfen auf dem 12. Rang beendet hatte, war der zweite Durchgang seine große Stunde. Der Hauptstädter glänzte durch viele Überholmanöver. Er ackerte sich bis auf Rang 8 nach vorn. Eine Kollision kurz vor Schluss machte daraus zwar noch wieder den zehnten Platz.

Aber Breuer war dennoch zufrieden: "Es ging das gesamte Wochenende rauf und runter. Und wir hatten Probleme, das richtige Setup für mein Auto zu finden. Aber der Speed unseres Autos war gut, und ich konnte den in den ersten beiden Läufen auch zu einigen guten Überholmanövern umsetzen. Ich habe unheimlich viel gelernt."

Quelle: Team

Saison 2014