20 Fahrer aus sieben Nationen werden in dieser Saison um den Titel kämpfen Foto: ADAC Formel Masters
20 Fahrer aus sieben Nationen werden in dieser Saison um den Titel kämpfen Foto: ADAC Formel Masters

Starkes Fahrerfeld

Lotus mit sechs Autos am Start

Wenn das ADAC Formel Masters am Wochenende 31. März/1. April in seine fünfte Saison geht, wird sich in der Startaufstellung ein starkes Fahrerfeld formieren.

Bis zum Nennschluss Anfang März hatten sich neun Teams mit insgesamt 20 Autos in die ADAC Formel Masters eingeschrieben. Im internationalen Fahreraufgebot sind sieben Nationen vertreten, darunter erstmals auch Polen.

Starke Präsenz der Teams Lotus und Mücke Motorsport

Die stärkste Fraktion bildet das Team Lotus, das 2011 unter dem Namen Motopark den Teamtitel gewonnen hat. Sechs Autos hat die Oscherslebener Mannschaft um Timo Rumpfkeil aufgeboten. Neben den bereits im Vorjahr im ADAC Formel Masters aktiven Piloten Kean Kristensen (17, DK) und Jeffrey Schmidt (17, CH) vertraut Teamchef Rumpfkeil auf vier Serienneulinge. Das Quartett bilden der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Marvin Kirchhöfer (17, Leipzig), der Niederländer Indy Dontje (19) und seine Landsfrau Beitske Visser (16, Foto), die bislang die einzige Frau im 2012er-Starterfeld ist, sowie Kuba Dalewski. Der 17-Jährige ist der erste Pole in der Formel-Nachwuchsserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt.

Mit fünf Autos, die unter der Bewerbung des ADAC Berlin-Brandenburg antreten, ist der Berliner Rennstall Mücke Motorsport ebenfalls erneut stark vertreten. Auch hier bilden zwei erfahrene Piloten das Rückgrat des Kaders: Jason Kremer (16, Bonn) und der Israeli Roy Nissany (17). Beide haben im Vorjahr mehrfach auf dem Podium mit Sekt geduscht und können den drei Neulingen Florian Herzog (18, Dresden), Luca Caspari (16, Heerbusch) und Hendrik Grapp (18, Berlin) den einen oder anderen wichtigen Tipp geben. Mit Ausnahme von Roy Nissany werden alle Mücke-Piloten 2012 von der ADAC Stiftung Sport unterstützt.

Doppelpacks von KUG und Neuhauser, drei neue Teams

Je zwei Autos haben Neuhauser Racing aus Österreich und das Team KUG Motorsport von Teamchef-Routinier Kurt Gewinnus genannt. Hannes Neuhauser vertraut wie im Vorjahr auf den Schweden Gustav Malja (16). Das zweite Cockpit ist derzeit noch unbesetzt. In den Farben von KUG werden der Tabellenfünfzehnte des Vorjahres, Hubertus Carlos Vier (17, Walting-Inching), und Kartaufsteiger Nicolas Pohler (16, Starnberg) auf Punktejagd gehen.

Fünf weitere Teams setzen je ein Auto ein. KSW Motorsport aus Sachsen schickt nach drei Jahren mit Toni Koitsch nun den Formel-Neuling Kim Giersiepen (17, Radevormwald) in die 24 Saisonrennen. Der ebenfalls in den Formel-Sport aufgestiegene ADAC Kart Masters-Champion Sebastian Balthasar (16, Köln) wird für G&J Motorsport antreten.

Neben diesen bereits im ADAC Formel Masters angetretenen Teams begrüßt die Serie mit Schiller Motorsport, dem schweizerischen JBR Formular Masters Team sowie dem aus der Formel 3 bekannten Rennstall HS Engineering drei neue Mannschaften in ihren Reihen. Alle drei setzen jeweils ein Auto ein, wobei HS Engineering mit Felix Wieland den jüngsten der bisher genannten Piloten im Kader hat. Wieland wird nach Saisonende am 15. Oktober 16 Jahre alt.

Unverändertes Technik-Paket, erneut 24 Rennen

Alle 20 Piloten werden sich mit dem gleichen technischen Material auf Augenhöhe messen. Seit der Debütsaison 2008 kommen im ADAC baugleiche Dallara-Monoposti des Typs Formel ADAC powered by Volkswagen zum Einsatz. Als einheitliches Antriebsaggregat dient ein 145 PS starker 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer von Volkswagen, der seine Leistungsfähigkeit und Standfestigkeit in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen hat. Unverändert ist auch Dunlop als Lieferant der Einheits-Reifen.

Trotz des auf Einheitsteilen basierenden Reglements bleibt den Teams und Fahrern die Möglichkeit, das Fahrzeug mittels Aerodynamik, Fahrwerk und Übersetzung im vorgegebenen Rahmen individuell anzupassen. Eine erfolgreiche Arbeit an und auf der Strecke wird großzügig belohnt: Nicht weniger als 100.000 Euro an Preisgeldern schüttet der ADAC in diesem Jahr wieder aus.

Wie im Vorjahr bestreitet das ADAC Formel Masters acht Veranstaltungen mit je drei Rennen. Siebenmal gehen die Youngster dabei bei den ADAC Masters Weekends an den Start, Saisonhöhepunkt ist das Gastspiel beim ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Über 200.000 Zuschauer werden dort am Wochenende 14./15. Juli in der Eifel erwartet.

Saison 2014