Bestzeit für Ralph Boschung im Training am Slovakia Ring Foto: ADAC Formel Masters
Bestzeit für Ralph Boschung im Training am Slovakia Ring Foto: ADAC Formel Masters

Stimmen nach dem Training

Vorbereitung auf die Windschatten-Schlacht

Ralph Boschung, Alessio Picariello und Co.: Das sagten die Nachwuchstalente der Formel ADAC nach dem Training am Slovakia Ring.

Ralph Boschung (15, SUI, KUG Motorsport), Erster: "Heute lief für mich alles nach Plan und das Auto war super! Zu Beginn des Trainings war die Strecke an einigen Stellen noch nass, gegen Ende trocknete sie ab und die Rundenzeiten wurden immer schneller. Das war für mich aber kein Problem, mit diesen Bedingungen kam ich sehr gut zurecht. Ich möchte diesen Rhythmus mit ins Qualifying am Samstag nehmen. In den Trainings lief es meist gut für mich, aber im Qualifying kam öfter einmal etwas dazwischen - das soll sich morgen ändern."

Jason Kremer (18, Bonn, Schiller Motorsport), Zweiter: "Meine letzten Pole Positions erzielte ich in Spa, das ist schon eine Weile her. Es wäre für meinen Geschmack wieder einmal an der Zeit für Startplatz eins - vielleicht ist es ja morgen wieder soweit. Im Training kam ich heute gut zurecht. Der Charakter erinnert mich ein wenig an den Kurs in Assen, wo wir 2011 in der Formel ADAC fuhren. Da fühlte ich mich wohl und das gibt mir weitere Zuversicht für das Wochenende am Slovakia Ring."

Nicolas Beer (17, DK, Neuhauser Racing), Dritter: "Mein Training ist heute sehr gut verlaufen, denn wir konnten die Probleme vom Lausitzring lösen. Dort war ich ziemlich langsam, wir fanden die Gründe dafür aber nicht. Jetzt bin ich wieder vorne dabei und sehr mit der Leistung des Autos zufrieden. Im ersten Rennen habe ich wegen meiner Strafversetzung um zehn Plätze nichts zu verlieren. Ich möchte den Schaden in Grenzen halten, denn Jason Kremer wird sicher weit vorne starten. Er liegt in der Meisterschaft nur sieben Punkte hinter mir und ich werde Vollgas geben, um meinen dritten Gesamtrang zu behalten.

Alessio Picariello (20, BEL, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.), Fünfter: "Platz fünf war nicht so gut, aber damit hatte ich schon gerechnet - meine Reifen waren nach dem Rennwochenende am Lausitzring ziemlich runtergefahren. Ich habe allerdings ein gutes Gefühl für den weiteren Verlauf am Slovakia Ring und bin sicher, dass es im Qualifying und in den Rennen besser für mich laufen wird. Zuletzt sicherte sich mein Teamkollege Maximilian Günther dreimal in Folge die Pole Position - vielleicht lande ich wieder einmal vor ihm. Theoretisch kann ich nach dem zweiten Rennen hier vorzeitig die Meisterschaft klarmachen, aber da denke ich nicht so direkt dran. Ich möchte einfach immer die ersten beiden Rennen gewinnen und wenn mir das hier gelingen sollte, wäre der Meistertitel natürlich ein sehr schöner Bonus."

Marvin Dienst (16, Lampertheim, Neuhauser Racing), Zwölfter: "Ich fuhr heute nicht volles Risiko, sondern wollte mich erst einmal an die Strecke gewöhnen. Es war ein bisschen knifflig, weil manche Kurven nass waren, andere hingegen trocken. Morgen möchte ich im Qualifying natürlich weiter vorn landen. Das ist hier besonders wichtig; ich erwarte in den Rennen eine Windschatten-Schlacht wegen der langen Geraden und möchte von Beginn an vorn dabei sein."

Hendrik Grapp (19, Berlin, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.), 14.: "Das Training lief für mich heute nicht wie erhofft, da wir ein paar Probleme hatten - Position 14 war nicht mein Ziel. Die Bedingungen waren durch die abtrocknende Strecke nicht einfach, aber ich blicke optimistisch nach vorne. Eine Top-Fünf-Platzierung ist mein Ziel für das Qualifying, denn durch die langen Geraden und den entstehenden Windschatten rechne ich mir Vorteile aus.

Benedikt Gentgen (15, Hürtgenwald/Zerkal, JBR Motorsport & Engineering), 18.: "Ich habe heute meine ersten Runden auf dem Slovakia Ring gedreht, da kamen mir die nassen Bedingungen natürlich nicht entgegen. Ich musste mich langsam herantasten und einen Rhythmus suchen und dabei aufpassen, nicht aus den Kurven zu rutschen. Die fehlende Vorbereitung macht es mir nicht leicht, aber ich weiß, dass ich hier noch viel Luft nach oben habe."

Saison 2014