Beitske Visser ist die erste Frau im Nachwuchskader von Red Bull Foto: ADAC Formel Masters
Beitske Visser ist die erste Frau im Nachwuchskader von Red Bull Foto: ADAC Formel Masters

Vier Fragen an Beitske Visser

Stärke: Qualifying

Beitske Visser startet in ihrer zweiten Saison im ADAC Formel Masters. Seit 2013 gehört die Niederländerin zum Nachwuchskader von Red Bull - als erste Pilotin.

Wo liegen deine Stärken im Motorsport?
Ich sehe meine Stärken vor allem im Qualifying. Zu Beginn der Saison hatte ich dort leichte Probleme, aber ich habe viele Erfahrungen gesammelt, daraus gelernt und mich kontinuierlich gesteigert. Inzwischen gelingt es mir sehr gut, eine schnelle Runde auf den Punkt zu bringen. Eine gute Ausgangslage ist oftmals entscheidend für ein erfolgreiches Abschneiden in den Rennen.

Wer ist dein Vorbild im Motorsport?
Ein wirkliches Vorbild habe ich nicht, aber die beiden Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen mag ich am liebsten. Sebastian gehörte früher zum Nachwuchskader von Red Bull, in den ich zu Beginn des Jahres aufgenommen worden bin. Er ist ein sehr konstanter Fahrer und als dreifacher Champion natürlich super-erfolgreich. An Kimi schätze ich seinen tollen Speed und dass er wegen seiner Einstellung einfach anders ist als alle anderen Piloten.

Wie sieht deine Zeitgestaltung am Rennwochenende außerhalb des Autos aus?
Nach jedem Rennen werten wir mit dem Team die gesammelten Daten aus und schauen, wo wir uns noch verbessern können - das ist ein ganz wichtiger Aspekt des Motorsports. Außerdem schaue ich mir gern die Rennen des ATS Formel 3 Cup an, die ebenfalls im Rahmen des ADAC GT Masters fahren. Da kann ich allein vom Zusehen einiges lernen, etwa die Bremspunkte. Ein bisschen Erholung muss zwischen unseren Rennen natürlich auch sein, damit ich für die kommenden Aufgaben fit und konzentriert bin.

Das ADAC Formel Masters bietet den Piloten drei Rennen an einem Wochenende. Wie wichtig ist die große Anzahl an Rennkilometern für einen jungen Fahrer?
Ich kenne die Abläufe ja schon aus meiner ersten Saison im ADAC Formel Masters im vergangenen Jahr und kann sagen: Die drei Rennen pro Wochenende sind enorm wichtig bei der Entwicklung eines jungen Rennfahrers. Wenn man später in höhere Klassen aufsteigt, gibt es nicht mehr so viele Testmöglichkeiten. Deshalb ist jetzt jeder gesammelte Kilometer umso wichtiger, um möglichst viel zu lernen.

Saison 2014