Guter Einstand für Hubertus-Carlos Vier Foto: Trienitz/PR
Guter Einstand für Hubertus-Carlos Vier Foto: Trienitz/PR

Vier peilt die Top-Fünf

Hubertus-Carlos Vier war in seiner ersten Masters-Saison glücklich beim Team Neuhauser.

Jede Menge Erfahrung und ein Achtungserfolg - Hubertus-Carlos Vier blickt zufrieden auf seine Debütsaison im ADAC Formel Masters zurück. Der Rookie trug sich sogar in die Bestenlisten ein.

Für den Oberbayern war das Format von drei Läufen pro Rennwochenende wie gemalt: "Ich bekam in kürzester Zeit enorm viel Rennpraxis. Denn während 24 Saisonrennen sammelt man soviel Erfahrung, wie in kaum einer anderen Nachwuchsserie."

Im Saisonverlauf merkte der 16-Jährige schnell, dass es auf der Strecke nur Konkurrenten gibt - auch, oder besser gesagt, gerade unter Teamkollegen. "Das war eine meiner wichtigsten Erfahrungen", so der Neueinsteiger, der als beste Rennplatzierung - passend zu seinem Namen - Rang vier aufweisen kann. 2012 soll es im Gesamtklassement in die selbe Richtung gehen. Vier: "Ich peile die Top-Fünf an."

Trotz aller Rivalität genoss Vier das familiäre Miteinander bei seinem Team Neuhauser Racing. "Teamchef Hannes Neuhauser kam menschlich sehr gut rüber - das gilt im Übrigen auch für seine Mutter Erna, dem guten Geist des Teams", sagt Vier, dem in Assen die schnellste Rennrunde gelang. "Hannes ist ein vergleichsweise junger Teamchef, konnte aber durch seine eigene Rennerfahrung in seiner Kritik überzeugen und Korrekturen auf den Punkt genau fordern. Dass ich mich unter ihm permanent verbessert habe, zeigen auch meine Resultate."

Doch auch neben der Strecke gibt der Schüler Gas. Vier unterstützt einen von seiner Schule gegründeten Sozialfond, der ohne Selbstverschulden in Not geratene Menschen unterstützt: "Im Sommer versteigerte ich mein U-18 WM Kart von 2010 auf einer Auktion, dessen Erlös an den Sozialfonds ging."

Seine Motorsport-Ambitionen sind für ihn die perfekte Ergänzung zu seinem technisch-naturwissenschaftlich geprägten Gymnasium. "Im Rennauto setze ich das um, was zum Teil durch Physik belegt ist - sozusagen genieße ich das Privileg, auf der Rennstrecke Praxislehrstunden zu haben", sagt der 16-Jährige. Doch nicht nur die Schulleitung steht voll hinter ihm, auch manch Lehrer und Mitschüler verfolgt die Rennen der Formel ADAC im Internet via Livestream.

Saison 2014